Sebastian Steude

Tourenreportage

Wildnis vor der Haustür – Der Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel

Wildnis vor der Haustür – Der Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel

Deutschland/Nordrhein-Westfalen · Herbst

Frei anbietbar

Vier Tage auf dem Wildnis-Trail durch Deutschlands jungen Nationalpark, nur eine Autostunde von Köln entfernt: Zwischen Nebelwäldern, einer ehemaligen NS-Ordensburg und stillen Bachtälern stellt sich unterwegs immer wieder die Frage, wie viel Wildnis in einem der am dichtesten besiedelten Bundesländer überhaupt möglich ist.

Beschreibung

Vier Tage auf dem Wildnis-Trail durch den 2004 gegründeten Nationalpark Eifel, den einzigen Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Der Auftakt entlang der Rur wirkt mit breiten Forstwegen und hörbarem Verkehrslärm zunächst wenig wild. Spätestens am Kermeter, einem der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete des Rheinlands, ändert sich das Bild: Seit den 1970er-Jahren sich selbst überlassene Buchenwälder verschwinden im Nebel. Es folgt die offene Heidelandschaft der Dreiborner Hochfläche, einst jahrzehntelang militärisches Sperrgebiet, mit der monumentalen NS-Ordensburg Vogelsang und dem verlassenen Dorf Wollseifen als geschichtsträchtigen Stationen. Die letzte und zugleich anspruchsvollste Etappe führt durch das abgelegene Wüstebachtal und vorbei an der Wahlerscheid, wo 1944 amerikanische Soldaten erstmals deutschen Boden betraten – heute ist von den Kämpfen kaum noch etwas zu erkennen, der Wald hat sich die Landschaft längst zurückerobert. Bei herbstlichem Regen endet der Trail schließlich am Nationalpark-Tor in Höfen.

Bilder