Dem Hans zufolge ist der Zwölferturm der am schwersten zu ersteigende Gipfel der gesamten Ostalpen. Und als Bergführer und gleichzeitig Hausmeister des Zwölferturms muss er es eigentlich wissen.
Fakt ist auf jeden Fall: Der Zwölferturm ist schwer! Neben dem Gederer Pfeiler (IX− oder VI/A3) und dem Normalweg – Seilwurf auf einen Nachbarturm, hinüberhangeln, von dort abseilen und zum Zwölferturm pendeln, anschließend noch zehn Meter zum Gipfel klettern – gibt es auch die Willi-Hermann-Route (VII−). Sie wurde 1959 von Willi Hermann und Lothar Obermaier in zehn Stunden erstbegangen.
In vier steilen und anhaltend anspruchsvollen Seillängen führt die Route nahe der Nordwestkante auf den illustren Gipfel. Und zum Glück ist sie bis heute bohrhakenlos geblieben – darauf achtet der Hans sehr genau.
Charakter
Der wohl leichteste Weg auf den schwierigsten Gipfel der Bayerischen Alpen – vielleicht sogar auf den schwierigsten Gipfel des gesamten Alpenraums.
Absicherung
Mit Normalhaken abgesichert, zusätzliche mobile Absicherung ist erforderlich. Am Zwölferturm sind auch künftig keine Bohrhaken erwünscht!
Zustieg
Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man der markierten Forststraße in Richtung Maureralm. Kurz bevor man die Alm erreicht, zweigt rechts ein unmarkierter, bei Nässe sehr rutschiger Pfad ab. Diesem folgt man steil durch den Wald bis in das Schuttkar unterhalb des markanten Zwölferturms. Der Einstieg befindet sich direkt unter dem markanten Kamin (1 Std.).
Abstieg
Vom Gipfel zweimal 50 Meter zum Wandfuß abseilen. Anschließend wie im Zustieg zurück zum Parkplatz (1 Std.).